Projekttag „Kräuterwerkstatt“ in der 2b!

Die Vorfreude auf einen interessanten Vormittag mit dazu noch vielen handwerklichen Aktivitäten war groß, wir kannten Frau Lüttmann (Mitarbeiterin Umweltamt KA) ja bereits vom ersten Schuljahr aus dem Projekt „Vom Schaf zum Wollfaden“.

Wie damals schon hatte sie wieder keinen Aufwand gescheut und ihr Auto mit allen möglichen Materialien voll bepackt. Dieses Mal ging es ihr darum, den Kindern an einem Vormittag die Welt der Kräuter näherzubringen.

Mit dem praktischen Kennenlernen von acht Topfpflanzen, nämlich Lavendel, Salbei, Pfefferminze, Melisse, Ringelblume, Rosmarin, Baldrian und Fenchel starteten wir in den Tag und erprobten u. a. auch frischen Salbei als Zahnputzmittel wie in alter Zeit.

Danach zogen Kinder aus einem Korb nach und nach alltägliche Produkte wie Lose. Jedes einzelne –  Tee, Handcreme, Zahnpasta, Schaumbad, Arznei usw. – wurde genau betrachtet, Erfahrungen dazu ausgetauscht und anhand der Inhaltsstoffe anschließend dem entsprechenden Kraut im Topf zugeordnet.

Beim naturgetreuen Ausmalen und Basteln einer vorbereiteten Kräuteruhr konnte darauf jedes Kind die neuen Erkenntnisse festigen und mithilfe von aufgehängten Bildtafeln bei Bedarf noch mehr Einzelheiten zum Aussehen, zur Herkunft und zur Wirksamkeit der Kräuter erfahren.

Über das Anschauen, Fühlen, Riechen, Schmecken, sorgfältige Zeichnen und Lesen wurden die Kinder immer mehr zu Experten. Schließlich erkannten sie bei einem Ratespiel, bei dem man sich schnuppernd und vergleichend durch den Raum bewegte, die Kräuter bereits oft auch in getrocknetem Zustand wieder.

Nach einer gemeinsamen Frühstückszeit ging es weiter. Alle konnten aus einem großzügigen Angebot an wohlriechenden Kräutern und Salz aus dem Toten Meer frei wählen und daraus in mitgebrachten Gläsern ein sehr hübsch anzusehendes Badesalz zusammenzustellen.  Danach wurden bereits zugeschnittene Stoffdeckchen frei gestaltet und mit einer Widmung aufs verschlossene Badesalz gebunden.

Zum krönenden Abschluss des Tages durfte jedes Kind eine vorbereitete kleine Kissenhülle schön bemalen, bügeln, mit Wattekugeln und duftenden Kräutern füllen und danach mit Nadel und Faden von Hand selbst zunähen. Das war nicht ganz einfach und deshalb war es prima, dass am späteren Vormittag auch einige Mamas hilfreich zur Seite stehen konnten. Alle 24 Kinder nahmen ihr „Traumkissen“ stolz mit nach Hause, für manche ist es ein treuer Begleiter beim Einschlafen geworden.

Danke Frau Lüttmann, das war ein wunderschöner Tag mit Ihnen!

Hügle, Klassenlehrerin 2b