Eingeschränkter Schulbetrieb/Informationen

Elternbrief Klasse 1 – 4 vom 26.05.2020

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

die Unterrichtssituation der Eichendorffschule änderte sich mit der kompletten Schulschließung am Dienstag, 17. März 2020 von einem Tag auf den anderen und unterliegt seitdem fast wöchentlich Veränderungen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis, Ihre Mithilfe und die Geduld für die notwendigen Anpassungen an die neuen Gegebenheiten.

Insgesamt hat sich die gesamte Schulgemeinschaft in wenigen Wochen mit großem Tempo auf den Weg gemacht, bisher nicht praktizierten Fernlernunterricht auf ein hohes Niveau zu bringen. Alle Beteiligten lernen täglich neu dazu und verbessern ihre Arbeit von Woche zu Woche.

Vielleicht bleiben momentan in dem einen oder anderen Fall Lerninhalte auch einmal auf der Strecke. Dafür haben aber in kürzester Zeit sowohl Schüler/innen mit Unterstützung ihrer Eltern als auch Lehrkräfte neue Techniken und Unterrichtsformen erlernt und eingeübt, die unabhängig von der aktuellen Situation, sich für die Zukunft sicher als nützlich erweisen werden.

Hier möchten wir uns sowohl bei Ihnen, Ihren Kindern, als auch bei unseren Lehrkräften bedanken. Sie alle haben mit einem hohen Maß an Engagement dazu beigetragen, dass wir den Fernlernunterricht der letzten Wochen gemeinsam bewältigen konnten.

Dabei ist zu erwähnen, dass sich der Fernlernunterricht für die Lehrkräfte zwar anders, aber keineswegs weniger zeitintensiv gestaltet als der reguläre Unterricht plus Vor- und Nachbereitung. Die neuen und vielfältigen Herausforderungen bewältigen unsere Lehrkräfte mit viel Kreativität und Leidenschaft neben ihren Einsätzen in der Notbetreuung, die an der Eichendorffschule seit dem 17. März angeboten wird. Auch in den Osterferien stellten die Lehrkräfte freiwillig die Betreuung von Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, sicher. 

Seit Montag, 5. Mai 2020 konnte der Präsenzunterricht in der Schule in eingeschränktem Umfang unter besonderen Hygienevorgaben wieder aufgenommen werden:

  • Die 10. Klasse wurde auf die schriftlichen Prüfungen vorbereitet. Nach den Pfingstferien erfolgen gegebenenfalls Vorbereitungen auf mündliche Prüfungen.
  • Schüler/innen der 4. Klassen können seit dem 18.5.2020 wieder vor Ort an der Schule unterrichtet werden.

Nach den Pfingstferien wird in weiteren Schritten und unter den aktuellen Hygienevorgaben die Schule für alle Schüler/innen zumindest im zweiwöchigen Rhythmus geöffnet. Dies ist unter den besonderen Bedingungen organisatorisch und personell sehr herausfordernd.

In Kürze erhalten die Klassenstufen 1-3 einen Brief der jeweiligen Klassenlehrkraft mit allen Informationen rund um den konkreten Unterricht und hinsichtlich der Unterrichtsorganisation.

Wir möchten in diesem Brief auch das Thema Masken ansprechen:

Seit dem 27. April gilt in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht für Personen ab dem 6. Lebensjahr im öffentlichen Personennahverkehr (z. B. Bus, Bahn) und in Läden und Einkaufszentren.

Die Maskenpflicht gilt nicht für die Örtlichkeit Schule. Doch gerade hier, wo viele Menschen aufeinandertreffen, möchten wir eindringlich darum bitten, dass Ihr Kind eine Maske mitführt und bei folgenden Situationen trägt:

  • beim Eintritt / beim Verlassen des Schulhauses
  • beim Betreten von Fluren / Gängen
  • beim Toilettengang
  • im Unterricht, wenn es zu einer Situation kommt, in welcher die Lehrkraft den

Abstand nicht einhalten kann, z. B. beim individuellen Erklären

Bitte besprechen Sie mit Ihrem Kind auch alle notwendigen Abstands- und Hygieneregeln hinsichtlich des Corona-Infektionsschutzes! Wir werden dies in der Schule natürlich ebenfalls thematisieren.

Wir freuen uns alle, dass wir uns nun endlich wieder sehen! Bitte besprechen Sie aber schon zu Hause mit Ihrem Kind, dass es weiterhin zu seinen Mitschülerinnen und Mitschülern sowie zu den Lehrkräften Abstand halten muss – auch wenn es schwerfällt.

Wir möchten Sie auch darüber informieren, dass uns – wie vielen anderen Schulen auch – durch die Risikogruppenbewertung nicht alle Lehrkräfte für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehen. Derzeit können wir 75 % unserer Lehrkräfte zum Unterricht / zur Notbetreuung hier vor Ort einsetzen.

Umso wichtiger ist es für uns alle, dass wir gesund bleiben. Bitte lassen Sie bei Krankheitsanzeichen Ihr Kind zu Hause und klären Sie die Beschwerden gegebenenfalls ärztlich ab. Die Schule muss in jedem Fall unverzüglich informiert werden – insbesondere bei Verdacht auf eine Corona-Infektion (auch im familiären Umfeld)!  

Abschließend möchten wir Sie noch über folgendes informieren:

Das Schul- und Sportamt empfiehlt uns Bezug nehmend auf den Arbeitssicherheitsdienst der Stadt Karlsruhe, „die Wasserspender in der aktuellen Situation nicht zu nutzen.“

Daher möchten wir Sie bitten, Ihrem Kind ausreichend Getränke mit in die Schule zu geben.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie weiterhin Gesundheit und Vertrauen in unser Tun.

In Vorfreude auf die Schülerinnen und Schüler

Hans-Peter Grycz                                                                  Carmen Herlan

Rektor                                                                                       Konrektorin

Hinweise des Kultusministeriums zur Öffnung des Schulbetriebs:

Wir wollen die Schulen und Kitas zügig, aber schrittweise und besonnen öffnen. Das Corona-Virus ist immer noch da, weshalb wir bei allen Schritten viele Faktoren berücksichtigen und durch hohe Infektionsschutzstandards ein Aufflammen der Pandemie verhindern müssen. Vorschnell irgendwelche Erwartungen zu wecken, die nachher nicht erfüllt werden können, hilft niemandem. Auch nach der nun anstehenden schrittweisen Rückkehr an die Schulen und Kitas werden es keine Normalbedingungen wie vor der Corona-Krise sein.

Der Unterricht soll sich dabei auf die Kernfächer konzentrieren, es wird ein reduziertes Angebot sein. Außerdem wird die Klassengröße halbiert, um dem Abstandsgebot Rechnung tragen zu können. Wir gehen von zwei bis drei Unterrichtsstunden am Tag aus. Für die konkrete Gestaltung wollen wir den Grundschulen aber Spielräume lassen, damit sie auf die konkreten Bedürfnisse vor Ort Rücksicht nehmen und flexibel reagieren können – zum Beispiel, was die personelle Planung betrifft. Denn es gibt auch Lehrkräfte, die selbst zur Risikogruppe gehören. Unsere Befragungen deuten bislang darauf hin, dass im landesweiten Durchschnitt rund 70 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer für den Unterricht vor Ort zur Verfügung stehen. 

Solange die aktuellen Abstandsregeln gelten, könne deshalb in allen Einrichtungen immer jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Kindern und Jugendlichen unterrichtet oder betreut werden. Erst wenn die Abstandsregeln grundsätzlich aufgehoben werden, sei eine Rückkehr zu einem regulären und vollumfänglichen Schul- und Kitabetrieb möglich.

Brief an die 4. Klassen

Brief an die Klassen 1 – 3 für die Zeit nach den Pfingstferien